English

.

Densitometrie und Farbmetrik

Die Synthese für Qualität

Farbmetrik dominiert die Druckvorstufe

Moderne Qualitäts- und Colormanagement-Systeme basieren in der Druckvorstufe auf farbmetrischen Werten. Gerätespezifische Profile von Monitoren, Scannern und Proofern, sowie Ausgabeprofile von Druckstandards werden farbmetrisch ermittelt und in ICC-Profildateien umgewandelt. Auf deren Basis können dann digitale Druckvorlagedaten farbgenau erstellt, dargestellt und ausgetauscht werden. Farbmetrik hilft somit bei der digitalen Herstellung von Druckvorlagen.

Farbmetrik und Densitometrie für Sonderfarben

Der ICC-Standard wie auch diverse ISO-Normen beziehen sich mit farbmetrischen und densitometrischen Werten ausschließlich auf die Skalenfarben CMYK. Hier kann der Drucker davon ausgehen, dass er Farben an die Maschine bekommt, die sich in einem sehr engen Toleranzbereich bewegen und so den Normen genügen. Nicht so bei Sonderfarben. Diese werden oft in der Druckerei selbst gemischt. Und stellt der Drucker erst an der Maschine fest, dass die Sonderfarbe nicht den farbmetrischen Vorgaben entspricht, muss er sie in einem zeitraubenden Prozess erst aus dem Farbkasten entfernen und das Farbwerk reinigen. Kein Messsystem mischt die richtige Farbe in der Druckmaschine, daher empfiehlt es sich, dies außerhalb der Maschine vor Druckbeginn zu tun. Die gemischte Farbe wird auf einem Probedruckgerät auf dem Originalbedruckstoff angedruckt. Nach dem Trocknen der Farbe wird mit einem preisgünstigen Handspektrometer die Übereinstimmung mit dem Sollwert farbmetrisch bewertet. Vor Druckbeginn wird der densitometrische Sollwert für die Steuerung der Druckmaschine einfach durch Messen des Farbmusters mit der Farbregelanlage ermittelt, woraufhin die optimale Regelung der Auflage erfolgen kann. Anspruchsvolle Kunden können zudem auf Wunsch eine farbmetrische Qualitätsbewertung der Druckproduktion erhalten.

Densitometrie regelt die Farbschichtdicke

Farbregelsysteme bewirken nur das Öffnen und Schließen von Farbschiebern, um die Farbschichtdicke auf dem Bedruckstoff zu erhöhen bzw. zu verringern. Die Bestimmung der Farbschichtdicke ist jedoch eine Stärke der Densitometrie. Viele farbmetrisch arbeitende Systeme müssen die farbmetrischen Messwerte für die Maschinensteuerung erst in Dichtewerte umrechnen. Ein Aufwand, der nicht nötig ist. Denn schon seit Jahrzehnten erzielen Drucker mit präzisen densitometrischen Mess- und Regelsystemen von manroland beste Druckqualität - auch bei Sonderfarben.

Densitometrie - verlässlich nass wie trocken

Ein gravierendes Problem bei der Verwendung von nur farbmetrisch arbeitenden Systemen ist die Eigenschaft der Druckfarbe, den Farbort während des Trocknens zu verändern. Diese Differenz kann je nach Farbe bis zu Delta E 12 betragen. Jeder kann solch einen Unterschied sehen. So müssen Farben nass und trocken ausgemustert werden, um im rein farbmetrisch arbeitenden Regelsystem bei der Druckproduktion die Differenz bei der Trocknung vorhalten zu können. Im densitometrischen Messsystem lässt sich die Vorhersage der Veränderung der Sättigung bzw. des Glanzes durch Einsatz eines Polfilters ohne diesen großen Aufwand und zuverlässig simulieren. In der Farbmetrik hingegen erlaubt die Norm keinen Polfilter.

.